iWald

Entwicklung eines innovativen Waldentwicklungs- und Dienstleistungskonzepts zur Optimierung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

Im „iWald“-Projekt (http://www.iwald.net/) wird ein neues Dienstleistungskonzept für (vor allem junge) Waldbesitzer entwickelt, um den Herausforderungen des Klimawandels an die Waldbewirtschaftung und der zunehmenden Urbanisierung von Waldbesitzern zu begegnen. Ein Hauptergebnis des Vorhabens stellen „iWald-Apps“ (für Smartphones und Tablets) dar, mit denen Waldbesitzer realitätsnahe und fachlich fundierte Handlungsoptionen zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Wälder erhalten, die sowohl der Verwirklichung individueller Ziele als auch der forstlichen Risikominimierung und dem zukunftsfähigen Umbau ihrer Wälder dienen. Hierfür werden innovative App-Technologien und Visualisierungswerkzeuge der Virtuellen Realität (VR) mit vorhandenen Walddaten und -modellen und neuen Szenario- und Prognosewerkzeugen auf Grundlage der Digitalisierungs-, Vernetzungs- und Automatisierungskonzepte von Industrie 4.0 verknüpft. Die „iWald-Apps“ werden durch die Web-basierte Infrastruktur „iWald-Dienste“ integriert, um ein reibungsloses Kommunikationsnetzwerk aus Waldbesitzern, forstlichen Zusammenschlüssen und Dienstleistern zu etablieren. Um die Umsetzbarkeit der Projektergebnisse zu gewährleisten, wird zusätzlich ein geeignetes Geschäftsmodell entworfen, das eine reibungslose Ausführung der ausgewählten Maßnahmen des Waldbesitzers durch forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse und Dienstleister ermöglichen und eine Transaktionskostenabwicklung unterstützen soll. In diesem Geschäftsmodell, das weitgehend auf innovativen Ansätzen der „Sharing Economy“ basiert, sollen keine Nutzungsgebühren für den Waldbesitzer anfallen, sondern er erhält im Fall durchgeführter Maßnahmen Gutschriften in Höhe seiner resultierenden Deckungsbeiträge. Damit erhält der Waldbesitzer ein sehr einfaches Werkzeug zur „In-Wert-Setzung“ seines Waldes entsprechend seiner individuellen Zielvorstellungen und auch urbanen Waldbesitzern wird sehr einfach und unkompliziert die nachhaltige Entwicklung ihres Waldeigentums ermöglicht.

Im Projekt iWald arbeitet das Institut für Mensch-Maschine-Interaktion (MMI) zusammen mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT), der Technischen Universität München (TUM) und dem Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF). Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), gefördert.

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