Analyse der Schnittstellen zur Integration agentenbasierter Simulation in traditionelle Methoden der Montageplanung

Klein- und mittelständische Unternehmen im produzierenden Gewerbe sind zumeist auf flexible Montagesysteme mit einem niedrigen Automatisierungsgrad und einem großen Einfluss von Humanfaktoren angewiesen. Dies wird insbesondere durch zunehmend kürzer werdende Produktlebenszyklen aufgrund von immer individuelleren Kundenanforderungen begünstigt. Zusätzlich werden solche Unternehmen vor umweltbedingte Herausforderungen gestellt, die sich durch den Einfluss von Humanfaktoren direkt auf deren Leistungsfähigkeit innerhalb der Wertschöpfungskette auswirken, wie beispielsweise durch den COVID-19 Ausbruch eindrucksvoll belegt wurde. Durch die Digitalisierung wird diesen Unternehmen eine Perspektive zur effizienten Planung von Ressourcen auf der Basis von Simulationswerkzeugen geboten, damit Montagesysteme robust und anpassungsfähig gegenüber dieser Einflüsse ausgelegt werden können.

Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, ob die Multiagentensimulation in traditionelle Methoden der Montageplanung integriert werden kann. Dazu soll zunächst eine allgemeine Recherche zum Einsatz von Multiagentensystemen in der Montage und Montageplanung durchgeführt werden. Dazu ist außerdem eine allgemeine Recherche zu den traditionellen Methoden der Montageplanung (z.B. nach Bullinger oder Schneider [1]) notwendig. Darauf aufbauend soll anhand eines vereinfachten Anwendungsbeispiels (z.B. mit Fischertechnik) evaluiert werden, welche Planungsmethode durch den Einsatz von agentenbasierter Simulation unterstützt werden kann. Hierzu ist es notwendig Bewertungskriterien zu erarbeiten und die einzelnen Abschnitte der unterschiedlichen Planungsmethoden zu vergleichen. Als Ergebnis werden eine Bewertung der traditionellen Planungsmethoden und eine rationale Empfehlung hinsichtlich ihrer Tauglichkeit zur Integration der agentenbasierten Simulation erwartet.